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Rettungsdienst: Innenministerium informiert über Luftrettung im Landkreis

21.01.2018

CDU-Abgeordnete Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller erkundigen sich im Landesinnenministerium über den Stand der Luftrettung im Landkreis Waldshut.

In einem Schreiben an den Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner und dessen Landtagskollegin Sabine Hartmann-Müller (beide CDU) hat Martin Jäger, Staatssekretär im Landesinnenministerium, über den Stand der Luftrettung im Landkreis Waldshut informiert. Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller hatten sich zuvor gemeinsam an das Landesinnenministerium gewandt und die Folgen der Schließung des Krankenhauses in Bad Säckingen für die Notfallversorgung im Landkreis Waldshut beschrieben.

„Ziel unserer Anfrage war es, eine aktuelle Bewertung des Ministeriums zur Luftrettung im Landkreis Waldshut einzuholen und bei dieser Gelegenheit nochmals für eine verbesserte grenzüberschreitende Koordinierung der bereits zur Verfügung stehenden Rettungshubschrauber zu werben“, erklärten Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller in einer gemeinsamen Pressemitteilung. 

Im Landkreis Waldshut stünden die Hubschrauber „Christoph 54“ in Freiburg, „Christoph 11“ in Villingen-Schwenningen und „Rega 2“ in Basel zur Verfügung, die den nördlichen und westlichen Bereich des Landkreises abdeckten, heißt es in der Antwort des Innenministeriums an die Abgeordneten. Zudem könne bei Bedarf auf einen weiteren Hubschrauber am Rega-Standort im schweizerischen Dübendorf zurückgegriffen werden, der den südlichen Bereich des Landkreises innerhalb der Hilfsfrist erreiche. 

Ergänzend habe das Innenministerium auf Vorschlag des Landkreises Waldshut bereits im Juli 2014 geregelt, dass insbesondere zur Abdeckung des südlichen Landkreisgebietes ein Hubschrauber vom Standort Birrfeld eingesetzt werden könne. „Dass es eine richtige und notwendige Entscheidung war, die Einsatzoption Birrfeld zu ermöglichen, zeigt der Blick auf die nun vorliegenden Einsatzzahlen“, so die CDU-Abgeordneten Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller. Im Jahr 2016 übernahm der Hubschrauber aus Birrfeld nach Information des Innenministeriums insgesamt 221 Notfalleinsätze, was einem Anteil von knapp einem Drittel der Primäreinsätze entspricht.

Die Luftrettung im Landkreis Waldshut gewährleiste eine komplette Abdeckung mit teilweise zwei- bis dreifacher Überlappung der Einsatzradien, schreibt Staatssekretär Jäger als Ergebnis an die Abgeordneten. Vier der fünf Hubschrauber seien zudem nachtflugfähig. Der Landkreis verfüge damit über eine der höchsten Hubschrauberdichten im Land und weise nach Kenntnisstand des Ministeriums in den Nachtstunden sogar die höchste 24-h-Hubschrauerdichte bundesweit auf.

Staatssekretär Martin Jäger macht in seiner Antwort an die Abgeordneten auch deutlich, dass das Innenministerium die Luftrettung landesweit verstärkt ausbauen möchte, um lange Transportstrecken von der Einsatzstelle zum Krankenhaus schnell zu überwinden. Dabei werde das Ministerium auch die von den Abgeordneten angesprochene veränderte Krankenhausstruktur im Landkreis Waldshut berücksichtigen. Dringenden Handlungsbedarf sieht das Ministerium in einer besseren Vernetzung der Leitstellen, um eine GPS-gestützte Disposition der einzelnen Hubschrauber zu ermöglichen.

„Wir unterstützen das Innenministerium in dem Ziel, die Luftrettung künftig weiter auszubauen“, erklärten Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller. „Eine leistungsfähige Luftrettung ist für das Rettungswesen in unserer topographisch schwierigen Region unerlässlich. Die Luftrettung darf dabei aber nicht als Ersatz für fehlende bodengebundene Rettungsmittel zur Einhaltung der Hilfsfrist eingeplant werden“, so die beiden Abgeordneten abschließend.


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